Herstellung

Wie kommt die Baumwolle ins Bett?

Hier findest du die wichtigsten Infos über die Herstellung unserer Spannbetttücher und Bettwäschen.
Wir haben dir außerdem ein paar Insider-Tipps hineingepackt.

ERNTE

Baumwolle ist ein Naturprodukt. Es gibt 51 Arten von Baumwolle, aber nur vier davon werden für die Textilherstellung verwendet. Wie bei Tee oder Wein kommt es bei Baumwolle auf den Boden an. Dieser beeinflusst Farbe, Geruch und die Stapellänge (Faserlänge). Je länger eine Baumwollfaser ist, desto hochwertiger ist sie. Für die hochwertige Mako-Baumwolle etwa wird langstapelige Baumwolle aus Ägypten verwendet.

Biobaumwolle kommt ohne chemische Pestizide und Düngemittel aus und wird von Hand geerntet. Der Begriff „ kontrolliert biologischer Anbau“ (kbA) ist nicht geschützt. Wenn du sichergehen möchtest, dass es sich um Biobaumwolle handelt, achte auf bekannte Siegel wie GOTS. Unsere Produkte aus Biobaumwolle sind GOTS-zertifiziert.

Alle unsere Produkte erfüllen den OEKO-TEX®-Standard. Florella ist außerdem Mitglied bei Amfori – einer Initiative, die garantiert, dass die gesamte Wertschöpfungskette ethisch verträglich ist.

SPINNEREI

In der Spinnerei wird die Baumwolle nochmals gereinigt und kardiert. Beim Kardieren werden die Baumwollfasern der Länge nach sortiert. Aus den so entstanden Vliesbändern werden die Garne gesponnen.

Länge und Feinheit der Fasern bestimmen die Feinheit der Garne. Ringgarn besteht zum Bespiel nur aus gekämmter Baumwolle, gezwirnte Garne bestehen aus mindestens zwei ineinander verdrehten Garnen.

Die verarbeiteten Garne kommen danach in die Weberei (Bettwäsche) oder Strickerei (Spannbetttücher).

WEBEREI (BETTWÄSCHE)

Die Gewebe bestehen aus sich rechtwinklig kreuzenden Fäden: der Kette und dem Schuss. Der Faden in der Längsrichtung des Gewebes ist die Kette, der Faden in der Querrichtung ist der Schuss (da man einst an den Webstühlen das Schiffchen mit dem Garn in das Fach zwischen die Kettfäden geworfen bzw. „geschossen“ hat).

Je feiner das verwendete Garn ist und je dichter gewebt wurde, umso hochwertiger der Stoff. Für Bettwäsche werden am häufigsten die Atlasbindung (zum Beispiel Satin; 4x Kette, 1x Schuss) oder die Leinwandbindung (zum Beispiel Renforcé; 1x Kette, 1x Schuss) eingesetzt.  

STRICKEN (SPANNBETTTÜCHER)

Für die Herstellung des Gestricks von Spannbetttüchern werden Rundstrickmaschinen verwendet. Die Nadeln sind kreisförmig angeordnet (ähnlich wie beim Sockenstricken), somit kann ein Schlauch produziert werden. Die Dichte und Anordnung der Nadeln sowie die Feinheit des Garns beeinflussen die Qualität und Art des Gestrickes.

Unter der Maschine wird der Stoff für den einfacheren Transport aufgerollt. Vielleicht ist dir beim Auspacken eines Spannbetttuchs schon einmal ein Bug in der Mitte des Stoffes aufgefallen? Dieser entsteht beim Aufrollen des Gestricks und verschwindet bei der ersten Wäsche.

FÄRBEN UND BEDRUCKEN

Beim Färben werden die gewebten oder gestrickten Stoffe in Färbebäder-Maschinen einfärbig koloriert. Wird der Stoff bedruckt, gibt es mehrere Verfahren.

Im klassischen Rotationsdruck wird die Farbe durch große Siebrollen aufgebracht. Dabei können meist maximal zwölf Farben eingesetzt werden.

Mehr Möglichkeiten bietet der Digitaldruck. Ähnlich wie bei einem normalen Tintenstrahldrucker werden dabei die Farben auf den Stoff gesprüht. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

ZUSCHNITT UND KONFEKTION

Der gefärbte oder bedruckte Stoff wird auf einem langen Legetischen für den Zuschnitt ausgebreitet.

Danach kommt der Stoff in die Konfektion zu den Nähmaschinen für Decken- und Kissenbezüge bzw. Spannbetttücher. Für die Bettwäsche müssen die Stoffstücke exakt gerade und gleichmäßig genäht werden, da sich die Bezüge sonst nach der ersten Wäsche drehen. Ein Zipp mit einem Metallschieber hält besser die „Spur“. Die kleinen Nahtenden an den Ecken sind übrigens beabsichtigt, denn wenn zu knapp abgeschnitten wird, geht die Naht an der Ecke leicht auf.

Bei Spannbetttüchern werden erst drei Ecken geschlossen, dann der Gummi mit einer speziellen Nähmaschine aufgenäht, dann die vierte Ecke geschlossen.